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Wenn der Hund stirbt

Wir müssen der Realität ins Gesicht sehen: In den meisten Fällen überleben wir unseren geliebten Vierbeiner. Irgendwann stirbt unser Hund. Das ist eines der schmerzhaftesten Ereignisse im Leben eines Hundehalters. Wie man sich darauf vorbereitet, wie der Tod abläuft und was danach mit dem Hund passiert.

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Die Angst vor dem Tod

Ist dein Hund sehr alt und im schlimmsten Fall auch noch krank, ist abzusehen, dass euch nur noch eine begrenzte Zeit bleiben wird. Es fällt schwer, aber du musst dich mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass dein vierbeiniger Freund nicht ewig lebt und irgendwann sterben wird. Schon früh kommt bei Hundehaltern die Angst vor dem Tod des Hundes auf. Wer in seinem Leben keinen Hund hatte, kann schwer verstehen, welche Beziehung man zu seinem Hund aufgebaut hat. Er ist viele Jahre ein Begleiter, Familienmitglied, Spielgefährte und Geheimnisbewahrer. Ab einem gewissen Alter und vor allem wenn dein Hund krank ist, musst du dich mit dem Thema Tod auseinandersetzen.

 

Einen sterbenden Hund erkennen

Es gibt gewisse Zeichen, an denen du erkennen kannst, dass dein Hund im Sterben liegt.

Zunächst wird der Hund den Appetit verlieren. Er hat weder Interesse an Futter, noch an Wasser. Das kommt daher, dass die Aktivität der Organe langsam nachlässt.

Dadurch werden Muskelzuckungen sowie –spasmen entstehen. Der Hund kann nicht mehr koordiniert laufen und schwankt eventuell. Außerdem verliert er die Kontrolle über Blase und Darm.

Ein paar Tage oder Stunden vor dem Tod wird seine Atmung flacher werden und die Abstände zwischen den Atemzügen werden immer länger. Normalerweise atmet ein Hund etwa 22 Mal pro Minute, im Sterben sinkt sie auf etwa 10 Mal ab. Sein Puls wird von 100 bis 130 Schlägen die Minute auf 60 bis 80 Schläge herunter gehen. In den letzten Stunden ziehen sich Hunde häufig zurück, bewegen sich nicht mehr viel und liegen gerne in dunklen Ecken. Direkt vor dem Tod wird dein Hund noch ein letztes Mal tief einatmen, bevor er dann aufhört zu atmen und kein Puls mehr festzustellen ist.

 

Den Hund einschläfern

In den seltensten Fällen stirbt ein Hund leider im Schlaf. Daher liegt es meist an uns als Halter zu entscheiden, wann der richtige Moment für den Abschied gekommen ist und den Hund einschläfern zu lassen. Viele sagen, man sehe es in den Augen des Tieres, wenn es soweit ist. Natürlich tut man sich aber trotzdem schwer, diese Entscheidung zu fällen. Man muss abwägen, wie viel Lebensqualität der Hund noch hat. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Sind alle Behandlungsmöglichkeiten erschöpft?
  • Hat mein Hund Schmerzen, die sich auf keine Weise lindern lassen?
  • Hat mein Hund keine Lebensqualität mehr?
  • Ist mein Hund nicht mehr in der Lage Dinge zu tun, die er genießt?
  • Kann mein Hund nicht mehr ohne meine Hilfe fressen, trinken oder sein Geschäft verrichten?
  • Leidet mein Hund stark unter seiner Krankheit, in Form von Angst oder Panik?
  • Kann mein Hund sich nicht mehr bewegen?

Kannst du diese Fragen mit Ja beantworten, muss vermutlich darüber nachgedacht werden, den Hund einschläfern zu lassen. Der Tierarzt kann dir in dieser Situation am besten weiterhelfen, da er die Lage objektiver beurteilen kann. In erster Linie geht es darum, den Hund am Ende vor unnötigen Qualen und Schmerzen zu bewahren. Viele Tierärzte kommen zum Hund einschläfern auch nach Hause, was empfehlenswert ist. Hier ist für den Hund eine entspannte und bekannte Umgebung.

 

Sterbebegleitung

Im Moment des Sterbens musst du für deinen Hund da sein und ihn sanft begleiten. Mach es ihm bequem, gib ihm wenn er möchte noch vorher sein Lieblingsessen und streichle ihn. Auch wenn es schwer fällt: Schwere Gefühlsausbrüche sind hier fehl am Platz. Du möchtest schließlich deinem Hund keinen unnötigen Stress machen. Die Atmosphäre sollte während des gesamten Sterbevorgangs entspannt und ruhig sein. In diesen letzten Minuten musst du dich für deinen Hund zusammen reißen, danach kannst du deiner Trauer freien Lauf lassen. Streichle deinen Hund, lass ihn wissen, dass du da bist und bleib an seiner Seite bis zum Schluss. Manche Tierärzte schicken auch Halter aus dem Raum, die zu aufgewühlt sind. Das kann in manchen Fällen besser für den Hund und den Besitzer sein.

 

Nach dem Tod

Verabschiede dich in Ruhe von deinem toten Hund. Hast du weitere Tiere, sollten auch diese den Leichnam sehen, um Abschied zu nehmen und zu verstehen. Wundere dich nicht, wenn bei deinem Zweithund keine Emotionen aufkommen. Tiere gehen wesentlich entspannter und selbstverständlicher mit dem Tod um als wir. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, was nun mit dem toten Hund passiert:

Nimmt der Tierarzt den Kadaver mit, landet dieser in einer kommunalen Tierbeseitigungsanlage. Dort werden verschiedene tote Tiere gesammelt und zu Tiermehl verarbeitet. Dieses wird in Werken mit großem Energiebedarf verbrannt.

Die Bestattung im eigenen Garten ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Das Grundstück darf sich nicht im Wasserschutzgebiet befinden und nicht unmittelbar an öffentlichen Wegen oder Plätzen liegen. Mindestens 50 Zentimeter Erde sollten den Kadaver nach der Bestattung bedecken.

Bei einer professionellen Bestattung, holt ein Haustierbestatter den Kadaver ab und organisiert Urne oder Sarg sowie Grabstein. Der Hund wird dann auf einem Kleintierfriedhof beerdigt, von denen es mittlerweile einige in Deutschland gibt.

Die letzte Variante ist die Einäscherung im Tierkrematorium. Du erhältst die Asche dann in einer Urne, die du Zuhause aufbewahren oder irgendwo verstreuen kannst. Es gibt verschiedene schöne Urnen, aus denen du vorher auswählen kannst.

 

Abschied nehmen und Trauerprozess

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Abschied zu nehmen. Abschiedsrituale sind schöne Momente, um sich von dem Hund gebührend zu verabschieden. Du kannst zum Beispiel alle Leute einladen, die deinem Hund nahe standen und man erzählt sich schöne Geschichten, die man mit dem Vierbeiner erlebt hat. Oder schreibe einen Brief an deinen verstorbenen Freund, in dem du ihm alles sagst, was dir noch auf dem Herzen liegt. Den Brief kannst du danach behalten, mit einem Ballon fliegen oder als Schiffchen auf einem Fluss schwimmen lassen. Gerade mit Kindern sollte der Tod des Hundes besprochen werden, damit sie verstehen, was passiert ist und das Geschehene verarbeiten können.

Schäm dich nicht für deine Trauer. Für einen Hundehalter ist es eben nicht „nur ein Hund“, der gestorben ist. Du hast einen Freund und ein Familienmitglied verloren, du darfst traurig sein. Wenn du es brauchst, nimm dir auch ruhig einige Tage frei. Nicht jeder wird für deine Trauer Verständnis haben, aber du darfst sie ausleben. Es dauert oft lange, bis Halter den Tod ihres Hundes wirklich verarbeitet haben. Vergessen wirst du ihn nie, aber es wird mit der Zeit weniger wehtun. Dein Hund lebt in deinem Herzen weiter und vielleicht hast du irgendwann wieder Platz in deinem Haus und deinem Herzen, um einen neuen Vierbeiner in dein Leben zu lassen.

 

Folgende Bücher können beim Abschied nehmen und der Trauerbewältigung helfen:

 

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