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Alter Hund: Wenn der Vierbeiner zum Senior wird

Nicht nur wir Menschen werden immer älter, auch unsere Hunde. Wie bei uns ändern sich die Bedürfnisse eines Hundes im Alter. Es wird nicht mehr wie früher über die Wiese gehetzt und in jede Pfütze gesprungen, sondern lieber gemächlich die bekannte Runde gelaufen und danach vor die Heizung gelegt. Was es bedeutet, einen alten Hund Zuhause zu haben.

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Wann ist ein Hund alt?

Wann ein Hund wirklich als alt zu bezeichnen ist, ist rasseabhängig, aber auch ganz individuell. Während der eine 8-jährige Hund schon als gemütlicher Rentner bezeichnet wird, tobt der andere noch mit Junghunden über die Wiese. Du bemerkst, dass dein Hund alt wird, wenn er gemütlicher wird, mehr schläft und weniger aktiv ist. Die Muskelmasse wird abgebaut und häufig durch kleine Fettpolster ersetzt. Außerdem ergraut der Hund, meist angefangen bei der Schnauze. Nach und nach werden Augen, Nase und Ohren schlechter und die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab. Einige Hunde werden sogar etwas dement und neigen dadurch zu seltsamem Verhalten, wie etwas minutenlang eine Wand anstarren. Auch die Gelenke machen nicht mehr so mit wie früher: Der Hund kommt schwieriger hoch, kann nicht mehr so lange laufen und steht vielleicht nicht mehr so stabil.

 

Das Altern verlangsamen

Grundsätzlich kannst du dem Altern deines Hundes etwas entgegenwirken, indem du ihn gut ernährst, ausreichend bewegst und geistig forderst. Trotzdem gibt es viele gesundheitliche und genetische Aspekte, die auf den Prozess des Alterns einwirken. Es gibt spezielles Futter für Senioren, da diese sich nicht mehr so viel bewegen und daher weniger Energie brauchen. Gerade das Gewicht ist ein Aspekt, auf den man im Alter beim Hund sehr achten muss. Auch wenn dein Hund nicht mehr so aufmerksam und schnell wie früher ist, stelle ihm trotzdem noch kleine Denkaufgaben. Diese beschäftigen ihn und halten ihn geistig fit. Nur weil der Hund nicht mehr so gut läuft wie früher, heißt das nicht, dass kurz in den Garten lassen nun reicht. Versuche trotzdem so viel wie eben möglich mit Rücksicht auf deinen Vierbeinern gemütlich spazieren zu gehen. Schließlich sollen seine Muskeln nicht verkümmern. Vielleicht schwimmt dein Hund ja auch immer noch gerne, dann kannst du es mit diesem gelenkschonenden Sport versuchen.

 

Beschäftigung im Alter

Zwar kann dein alter Hund nicht mehr so wie früher, aber er wird immer noch Spaß an den Dingen haben, die er auch früher mochte. Sei es das Leckerchen erschnüffeln, Hundefreunde treffen oder Bällchen holen. Alles eben nur etwas gemächlicher als damals. Man kann entgegen vieler Meinungen auch alten Hunden noch etwas beibringen. So lange die Gelenke mitmachen, spricht nichts gegen kleine Kunststücke oder einen niedrigen Hindernisparcours. Du solltest nur beachten, dass die Konzentrationsspannung bei einem alten Hund wesentlich geringer ist, ähnlich wie bei einem Welpen. Er braucht öfter Pausen und häufigere Wiederholungen als früher. Soziale Kontakte sind auch im Alter sehr wichtig für deinen Hund. Natürlich soll er nicht von großen Junghunden überrannt werden, aber auch ein alter Hund freut sich noch über neue Kontakte. Sie bringen Abwechslung und etwas Schwung in den Alltag. Manche alten Hunde profitieren auch davon, wenn ein junger Hund neu ins Zuhause zieht. Das lässt viele nochmal richtig aufleben.

 

Bedürfnisse ändern sich

Ein alter Hund hat andere Bedürfnisse als ein junger. Ihm wird zum Beispiel schneller kalt. Beobachte deinen Hund: Wenn er im Alter anfängt auf Spaziergängen zu frieren, kann ein Hundemantel oder-pullover helfen. Eventuell mag es dein Vierbeiner auch nun nachts zugedeckt zu werden, gerade wenn du bei offenem Fenster schläfst. Alte Hunde liegen auch gerne weich. Das ist wärmer und angenehm für ihre Gelenke. Nur eine Hundedecke reicht dann nicht mehr auf dem kalten Fliesenboden. Du solltest auch mit einplanen, dass dein alter Hund inkontinent werden kann. Dann sollte das Hundebett am besten wasserfest und waschmaschinengeeignet sein. Außerdem bevorzugen alte Hunde Routine. Führe feste Fütterungs- und Gassigehzeiten ein und meide eher aufregende Situationen. Du wirst selber merken, was du deinem Hund noch zumuten kannst und was nicht.

 

Wann sollte man den Hund gehen lassen?

Der wohl schwierigste Moment im Leben eines jeden Hundebesitzers ist, wenn er entscheiden muss, ob er seinen geliebten Freund gehen lassen muss. In den wenigsten Fällen stirbt ein alter Hund leider friedlich im Schlaf. Dann liegt es an uns als Hundehalter zu entscheiden, wo Lebenswille aufhört und wo Quälerei anfängt. Viele Hunde lassen sich nicht anmerken, wie große Schmerzen sie haben. Es ist eine der schwierigsten Entscheidungen zu sagen, wann ein Hund keine Lebensqualität mehr hat. Viele Halter sagen, man könne es in den Augen des Vierbeiners sehen, wenn der richtige Augenblick gekommen ist. Trotzdem tut man sich natürlich schwer mit diesem Schritt. „Hat er überhaupt noch Lebensfreude?“ „Wie schlimm sind die Schmerzen?“ „Gestern ging es ihm doch mal wieder besser.“ Hilfreich kann bei dieser Entscheidung der Tierarzt sein, der objektiver beurteilen kann, wie es dem Hund wirklich geht. Die meisten Tierärzte kommen mittlerweile auch zu einem nach Hause, um den Hund einzuschläfern. Das einzige, was man dann am Ende noch für seinen besten Freund tun kann, ist die letzten Minuten mit ihm zu verbringen und sich an die schönen gemeinsamen Jahre zu erinnern.

 

Diese Ratgeber können dir helfen im richtigen Umgang mit deinem alten Hund:

 

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